Pressebericht vom 13.Januar 2007
Petra Schubert informiert über die Funktionsweise des Backofens
Zur feierlichen Übergabe des neuen Domizils der Vereine konnte Bürgermeister Hans-Ulrich Laier viele Gäste begrüßen

"Spritzenhaus für die Vereine"

Feierliche Übergabe nach gelungener Sanierung -
Bau mit 164 000 Euro gefördert

BELRIETH. Die Vereine der Gemeinde Belrieth haben ein neues schmuckes Domizil. Bürgermeister Hans-Ulrich Laier hat es gestern nach umfangreichen Sanierungsarbeiten offiziell zur Nutzung freigegeben. Im März vorigen Jahres hatten die Arbeiten am historischen Feuerwehrgerätehaus begonnen.


„Die abgeschlossene Sanierung des Feuerwehrgerätehauses ist ein freudiges Ereignis für die Gemeinde, ein weiterer Meilenstein auf dem Kurs, den wir seit der Wende eingeschlagen haben“, so der Bürgermeister zur feierlichen Eröffnung des neuen Vereinshauses von Belrieth. Dazu konnte er Vertreter des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF), der Verwaltungsgemeinschaft Salzbrücke, örtlicher Vereine, des Planungsbüros Dreblow aus Vachdorf und Gemeinderäte begrüßen. Hans-Ulrich Laier brachte weiter zum Ausdruck, dass mit dem Vereinshaus ein lang gehegter Wunsch vieler Bürger in Erfüllung gehe. Und er hob hervor, dass alle Beteiligten am Bau eine wirklich hervorragende Arbeit geleistet hätten.
Sabine Dreblow vom gleichnamigen Planungsbüro aus Vachdorf zog ein Resümee zum Baugeschehen und Problemen, die dabei zu meistern waren. An den Bürgermeister übergab sie eine Fotodokumentation zum Ablauf der aufwändigen Sanierung.



Sabine Dreblow vom gleichnamigen Architekturbüro, überreicht Bürgermeister Laier eine Fotodokumentation über die Sanierung.
Rainer Franke, Leiter des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung, sieht die Sanierung als eine sehr gelungene Maßnahme. FOTOS: Bechstein

Gelungene Maßnahme


Vom Meininger Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung waren Amtsleiter Rainer Hoßfeld und Abteilungsleiter Herbert Hoßfeld nach Belrieth gekommen. „Wir haben lange überlegt, ob das Dorf ein Gemeinschaftshaus braucht. Da es für die Vereine ist, haben wir uns für die Förderung entschieden. Die Vereine sind Mittelpunkt des dörflichen Lebens und brauchen Unterstützung. Nach meiner Einschätzung ist die Maßnahme sehr gut gelungen“, so Rainer Franke. Von den rund 250 000 Euro Gesamtkosten hat das Meininger Amt 164 000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Seit Aufnahme von Belrieth in das Dorferneuerungsprogramm sind Förderungen in Höhe von 412 000 Euro in kommunale und 104 000 Euro in private Maßnahmen geflossen.
Das an der Hauptstraße gelegene Feuerwehrgerätehaus mit Schlauchturm ist ortsbildprägend. Die Um- und Ausbauarbeiten zum Vereinshaus hatten bereits im März vorigen Jahres begonnen. Bis 1992 saß in dem Gebäude das Gemeindeamt. Nach dem Auszug nutzten es nur noch die Floriansjünger des Ortes. Durch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr von Einhausen wird von den Kameraden aber nur noch die im Spritzenhaus integrierte Garage als Unterstellmöglichkeit für das Mannschaftsfahrzeug benötigt.
Die lange Bauzeit begründet sich auch damit, dass die nach Baubeginn festgestellten Schäden weitaus gravierender waren als im Vorfeld vermutet. Die gesamte Giebelwand, die Ostseite des Gebäudes, war zu erneuern. Sämtliche Balken im Fachwerk mussten ausgewechselt und die Gefache mit neuen und alten Backsteinen ausgemauert werden. Die ursprüngliche Ansicht des um die Jahrhundertwende gebauten Hauses konnte so erhalten bleiben. In einigen Teilen des Hauses hatte man außerdem Hausschwamm festgestellt. Die völlig marode Bausubstanz musste entfernt und erneuert werden.
Die ursprünglich direkt an das Gerätehaus angrenzende Schmiede ist im Zuge der Baumaßnahme verschwunden. Ein attraktiver Neubau an das vorhandene Feuerwehrhaus in angepasster Backsteinbauweise ist hier entstanden. In diesem Komplex sind die Sanitäranlagen und eine kleine Küche untergebracht. Ein separater Treppenaufgang, auch als Fluchtweg zu nutzen, ist integriert. Das Backhaus blieb erhalten und wird durch Räumlichkeiten mit Wasser- und Abwasseranschluss künftig besser nutzbar sein.
Das Haus steht ab sofort den Vereinen und auch Bürgern zur vollen Nutzung zur Verfügung. Die Gemeinde wird hier Sitzungen und Beratungen durchführen. Der großzügig geschaffene Versammlungsraum im Obergeschoß des Gebäudes bietet für kleinere Feierlichkeiten oder Versammlungen optimale Voraussetzungen.
„Ohne Förderung im Rahmen der Dorferneuerung, die durch das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung ausgereicht worden ist, wäre das anspruchsvolle Projekt für unsere Gemeinde nicht umsetzbar gewesen“, machte Bürgermeister Laier noch deutlich. (db)