Pressebericht vom 23.Oktober 2006

Auf den Spuren der Vergangenheit

Archäologiepfad im "Kulturlandschaftspark Oberes Werratal" in Belrieth eröffnet

BELRIETH. Als dritter im Kulturlandschaftspark (KLP) Oberes Werratal ausgewiesener Wanderweg konnte gestern der Archäologiepfad in Belrieth eröffnet werden. Bodendenkmalpfleger Wilfried Büttner gab zur Eröffnung Erläuterungen und übernahm die erste Führung.


Das Projekt KLP "Oberes Werratal" initiierten die Gemeinden Leutersdorf, Vachdorf und Belrieth gemeinsam. "Mit dem Ausbau von Wander- und Radwegen möchten wir die Region touriostisch attraktiver machen. Der Archäologiepfad ist eines der Vorhaben", so Bürgermeister Hans-Ulrich Laier zur Eröffnung des Weges. Der ausgeschilderte Pfad ist zwölf Kilometer lang (wir berichteten) und passiert sieben Stationen, die von geschichtlicher Bedeutung sind. Auf Infotafeln werden noch heute erkennbare Spuren längst vergangener Kulturen erläutert.
Wilfried Büttner aus Jüchsen machte am Ausgangspunkt des Pfades, der steinernen Werrabrücke von Belrieth, interessante Ausführungen. Er hatte als Anschauungsgegenstand ein kleines, doppelkonisches Gefäß mitgebracht, welches 1833 in einem Grabhügel zwischen Belrieth und Einhausen bei Straßenbauarbeiten gefunden worden war. "Bodendenkmale, wie wir sie auch auf dem Archäologiepfad sehen, müssen wir schützen und pflegen. Die Sorge um sie hat eine lange Geschichte. Schon Ludwig Bechstein hatte sich mit dem 1832 gegründeten altertumsforschenden Verein diesem Thema verschrieben", erinnerte Büttner. (db)



Denkmalbodenpfleger Willfried Büttner gab vor der ersten Begehung des neuen Archäologiepfades Erläuterungen zur Bedeutung solch einer historischen Stätte. FOTOS: D.Bechstein
Ein kleines Gefäß mit einer langen Geschichte: 1833 wurde es in einem Hügelgrab nahe Belrieth gefunden und gesichert.