Pressebericht vom 25.Januar 2006

"Setzen auf Kontinuität"

Der Belriether Bürgermeister Hans-Ulrich Laier blickt trotz immer knapperer Kassen optimistisch in die Zukunft. FOTOS: D.Bechstein

Positive Bilanz für die Gemeinde Belrieth

BELRIETH. In Belrieth hat sich vieles seit der Wende bewegt. Bürgermeister Hans-Ulrich Laier lenkt und leitet seither die Geschicke der Gemeinde. Jährlich wurde eine größere Maßnahme zur Ortsverschönerung oder Verbesserung der Infrastruktur umgesetzt. "Wir setzen auf Kontinuität. Daher haben wir jährlich nur eine größere Maßnahme in Angriff genommen. In Zeiten knapper Kassen macht es keinen Sinn für eine Gemeinde, über ihre finanziellen Möglichkeiten zu leben. Das haben wir nie getan und wollen es auch künftig so halten", stellt Bürgermeister Laier unmißverständlich klar.



Zugabe geleistet


Im Juni des Jahres 2005 konnte der grundhafte Straßenbau Hofteicher Straße zum Abschluß gebracht werden. Die Maßnahme mit einem Kostenumfang von 200 000 Euro war über das Dorferneuerungsprogramm gefördert worden. Im Zuge der laufenden Bauarbeiten hat sich die Gemeinde gleich noch eine kleine Zugabe geleistet. Der Stich Wehrstraße hat eine neue Decke erhalten und auch die Anbindung zur Sportplatzstraße ist erfolgt.Notwendig und wichtig für Belrieth war 2005 die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos. Dabei haben die Räte und der Bürgermeister auch die künftige Nutzung bedacht. "Es handelt sich um einen Mannschaftstransporter, der nur mit wenigen Ausrüstungsgegenständen wie Signaleinrichtungen bestückt ist. Seit dem vergangenen Jahr arbeiten unsere Kameraden intensiv mit der Einhäuser Wehr zusammen. Übungen und Einsätze absolvieren sie gemeinsam, wobei die Löschtechnik der Einhäuser zum Einsatz kommt. Das Fahrzeug hat die Gemeinde rund 10 000 Euro gekostet. Einige Gegenstände, darunter spezielle Jacken, haben wir weiterhin für die Kameraden angeschafft. Rund 3000 Euro hat das gekostet", erläutert Bürgermeister Hans-Ulrich Laier.
Auch beim Waldwegebau ging es im Vorjahr weiter voran. Für 60.000 Eurokonnte der Stettbergweg ausgebaut werden. Fördermittel hat dafür die Landesforstdirektion bereitgestellt und auch die jagdgenossenschaft hat einen Zuschuß gegeben. Finanziell ist die Gemeinde Belrieth dank ihrer konsequenten Sparpolitik, noch heute gut ausgestattet. Rund 80 000 Euro liegen in der gemeindlichen Rücklage. Doch dies Sparbüchse wird voraussichtlich heuer geplündert.




Umbau zu Vereinshaus


Läuft alles nach Plan, erfolgt die Sanierung des alten Feuerwehrgerätehauses mit dem historischen Schlauchturm. Eine Nutzung als Vereinashaus ist künftig für den Gebäudekomplex angedacht. Da die Gebäude ortsbildprägend sind, müssen sie in der jetzigen Form und Struktur erhalten bleiben. Eine Großteil der Fachwerk-Balken sind marode. Um das Auswechseln kommt man laut Gutachten nicht herum. Die Gefache werden in althergebrachter Handwerkstechnik neu ausgemauert.
Im zukünftigen Vereimshaus müssen auch Sanitäreinrichtungen installiert werden. Für die Planungen zeichnet das Ingenieurbüro Dreblow verantwortlich. Danach wird das Dach der angegliederten Schmiede angehoben. Die Fördermittelzusage über das Programm der Dorferneuerung liegt seit Juli 2005 vor.Die Ausschreibung für die Baumaßnahmen erfolgt schonin Kürze. Bürgermeister Laier schätzt ein, dass die Bautätigkeit, bedingt durch die Witterung, nicht vor März einsetzen kann.
"Bekommen wir 2006 weitere Fördermittel, würde die Lindenstraße noch ausgebaut. Der Kanal kann dann aber nur in einer Schmalspurvariante erneuert werden. Andere Maßnahmen, die in der Gemeinde zur Diskussion stehen, sind die Sanierung der Turnhalle und die Herrichtung des Kirchberges. Vor 2007 kann in dieser Richtung aber nichts geschehen. Abhängig sind beide Projekte natürlich von einer Förderung. Ohne diese sehe ich keine Chance auf eine Umsetzung", so Bürgermeister Laier abschließend. (db)