Pressebericht vom 12.Oktober 2005

Gaststätte oder Bürgerhaus?

Der Belriether Landgasthof ist ein beliebter Rastplatz für Wanderer und Radfahrer. Die gastliche Stätte ist derzeit jedoch geschlossen. Nun sucht man einen neuen Pächter. Eine Alternative wäre, aus dem Gebäude ein Bürgerhaus zu machen. FOTO: KARLA BANZ

Zwei Varianten für Belriether Landgasthof

BELRIETH. Der Belriether Landgasthof in unmittelbarer Nähe des Werratalradwanderweges hat seine Pforten geschlossen. Nicht nur die Belriether bedauern das auch viele Wanderer, Radfahrer und selbst die Kanuten hatten hier gerne eine Rast eingelegt. Nun sucht die Gemeinde nach einer Lösung, damit die gastliche Stätte schon bald wieder geöffnet werden kann. Es habe Probleme mit dem bisherigen Pächter gegeben. Daraufhin sei im gegenseitigen Einvernehmen ein Aufhebungsvertrag gemacht worden, berichtete Bürgermeister Hans-Ulrich Laier. Die Gemeinde wäre aber sehr daran interessiert, dass der Landgasthof möglichst bald wieder geöffnet hat, versicherte der Ortschef. Es ist nicht nur das einzige Gasthaus im Ort, auch Radfahrer und Wanderer kehrten gerne dort ein.



Ideale Lage im Werratal


Vom Werratalradwanderweg sind es nur wenige Meter bis zum Landgasthof. Gleich nebenan befindet sich der Sportplatz. Auch im Rahmen des Kulturlandschaftsparkes Oberes Werratal kommt der gastlichen Stätte perspektivisch einige Bedeutung zu. Wir sind sehr darauf bedacht und natürlich auch optimistisch, dass sich schon bald wieder ein neuer Pächter findet. Das Objekt liegt geradezu ideal und ist zudem sehr gut ausgestattet, argumentierte der Bürgermeister.



Verpachtung bevorzugt


Der bauliche Zustand des eingeschossigen Gebäudes ist einwandfrei. Die Gaststätte und der daran angrenzende Raum bietet Platz für etwa 70 Personen. Die Einrichtung wird zudem sehr gerne für Familienfeierlichkeiten genutzt. Auch verschiedene Veranstaltungen finden hier statt und die Gemeinderäte treffen sich regelmäßig im Landgasthof zu ihren Beratungen. Die Küche ist mit allem versehen, was für einen Gaststättenbetrieb benötigt wird. Gleich neben dem Landgasthof haben die Jugendlichen ihr Areal. Die Freifläche wurde erst kürzlich neu gestaltet, so dass im Sommer auch der Außenbereich zur Rast einlädt. Sollte sich wider Erwarten kein Pächter finden, dann müssen wir eine Alternative in Erwägung ziehen. Im Gemeinderat haben wir uns kürzlich erst mit der Problematik befasst und sind zu der Auffassung gelangt, dass ein neuer Pächter allerdings die bevorzugte Lösung wäre, bestätigte der Bürgermeister. Eine andere Möglichkeit wäre, aus dem Landgasthof ein Bürgerhaus zu machen, wie das die Neubrunner beispielsweise mit ihrem Brauhaus getan haben. Dort wurden sehr gute Erfahrungen gemacht, denn die Dorfbewohner nehmen das Objekt gerne an. Wir werden abwarten, ob sich ein neuer Pächter findet. Wenn das nicht der Fall sein sollte, steht uns die Variante Bürgerhaus immer noch offen, meinte Hans-Ulrich Laier. (kb)