Pressebericht vom 01.März 2005

Belrieth - Ein kleines Dorf mit großen Investitionen

Bürgermeister Laier hat über die vergangenen 15 Jahre zur letzten Einwohnerversammlung eindrucksvolle Bilanz gezogen

BELRIETH. Eine eindruckvolle Bilanz konnte Belrieths Bürgermeister Hans-Ulrich Laier zur jüngsten Einwohnerversmmlung ziehen. Knapp zwei Millionen Euro sind seit der Wende in dem kleinen nur knapp 400 Einwohner zählenden Dorf investiert worden. Fast eine halbe Millionen Euro ist weiterhin in den Waldwegebau geflossen.


Bürgermeister Hans-Ulrich Laier

Die Einwohnerversammlung hatte der Bürgermeister unter das Thema "Belrieth - gestern, heute und morgen" gestellt.

Dies stieß offenbar auf großes Interesse der Bürger. Der Saal im Landgasthof war bis auf den letzten Platz bewlegt, es mussten gar noch zusätzliche Sitzgelegenheiten herbeigeschafft werden.

Die Bilanz der doch recht kleinen Gemeinde ist mehr als beeindruckvoll und spiegelt sich im attraktiven Ortsbild wider. In Belrieth wurde jährlich, ob mit oder ohne Fördergelder investiert, um die Gemeinde für ihre Bewohner lebenswerter zu machen.

In einem kleinen, reich bebilderten Exkurs über die Geschichte zeigte dies Bürgermeister Laier auf. In den Jahren 1990 bis 1992 war mit viel Engagement und Eigeninitiative aus einer ehemaligen Umkleidehalle am Sportplatz der attraktive Landgasthof für die Gemeinde entstanden. 75 000 Euro sind dafür investiert worden. In den Jahren 1993-94 erfolgte die grundhafte Instandsetzung der innerörtlichen und historischen Werrabrücke. Fast eine Millionen Euro hat die Sanierung gekostet, zum größten Teil über Fördermittel finanziert. Die Gemeinde musste jedoch für den Eigenanteil von rund 200 000 Euro einen Kredit aufnehmen. Dem gemeindeeigenen Wohnhaus am Kirchberg haben sich die Belriether 1994-95 angenommen. Ohne Fördermittel wurden Um- und Ausbau mit einem finanziellen Aufwand von 80 000 Euro bewältigt. 1995 konnte die Sportplatzstraße für rund 18 000 Euro, aus Mitteln des Gemeindesäckel, überholt werden.



Der Dorfplatz hat eine attraktive Gestaltung erhalten, die der Schnee derzeit aber verdeckt. Das sanierte Backhaus wird regelmäßig angeheizt. Durch das geplante Vereinshaus nebenan verbessern sich die Möglichkeiten.

Sinnvolle Investitionen


Dach und Fenster des einstigen Feuerwehrdomizils hat man sich 1996 angenommen. Von den Investitionskosten von rund 15 000 Euro ist etwa die Hälfte auf Fördermitteln gekommen. Ein großer Brocken war auch die Neugestaltung des Dorfplatzes. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 225 000, wovon die Hälfte bezuschusst worden ist. 1996 ist auch das neue Buswartehäuschen für knapp 20 000 Euro auf dem Dorfplatz entstanden. Die Gemeinde hat für dieses Projekt über 50 Prozent gefördert bekommen.

Dem örtlichen Backhaus haben sich die Belriether 1998 gewidmet, es für kanpp 20 000 Euro wieder in Stand gesetzt, wobei wieder auf eine Förderung in Höhe der halben Kosten zurückgegriffen werden konnte. Der Neubau der Gartenstraße wurde 1998 für 40 000 Euro - ohne Förderung, realisiert. Heizung, Dach, Fenster und Innenausbau der Kindertagesstätte hat die Gemeindefinanzen mit rund 85 000 Euro belastet. "Da es sich hier um eine Pflichtaufgabe der Gemeinde handelt, gab es auch keinerlei Zuschüsse", erläuterte Laier.

Eine weitere wichtige Baumaßnahme ist 1999 gemeinsam mit dem Straßenbauamt umgesetzt worden. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 89, die rund 600 000 Euro gekostet hat. An der Gemeinde blieben etwa 190 000 Euro für den Gehwegbau hängen, wobei man bei dieser Baumaßnahme auch auf eine 50-prozentige Förderung zurückgreifen konnte.

Ab 2000 investierten die Belriether verstärkt in die Instandsetzung der innerörtlichen Straßen. Glassergasse, Letzegasse und Bölesgasse erhielten einen neuen Straßenbelag.

Sämtliche Baumaßnahmen ergeben eine Gesamtsumme von knapp zwei Millionen Euro, die seit 1990 in die kleine Gemeinde Belrieth investiert worden sind. Die Landschaft rund um den Ort hat man dabei keineswegs vernachlässigt. Seit 1994 sind acht Waldwege für rund 400 000 Euro in einen ordentlichen Zustand versetzt worden. 2004 erfolgte der Ausbau eines Landwirtschaftsweges Richtung Vachdorf für 60 200 Euro. Und erst im vergangenen Jahr hat die Gemeinde 74 000 Euro für einen Radweg ausgegeben.

In seinem Bericht erwähnte der Bürgermeister die geschlossene Kirchenburg von Belrieth, die in ihrem Erhaltungsstand einmalig in der Region ist. 19 der 27 Gaden seien von vielen freiwilligen Helfern bereits in Stand gesetzt worden. Die Gemeinde habe das große Engagement lediglich 20 000 Euro ausgeben müssen, war zu erfahren.

Eine Blockbohlenhütte als Domizil für die Belriether Jugend ist erst unlängst unmittelbar neben dem Landgasthof am Sportplatz entstanden. Hans-Ulrich Laier konnte berichten, dass der 9500 Euro teure Bau in Kürze fertig gestellt wird.

Auch in Zukunft will die Gemeinde weiterhin kräftig in die örtliche Infrastrucktur investieren. "Wir sind noch bis 2008 in der Dorferneuerung, können bis zu diesem Zeitpunkt noch Fördermittel erhoffen. Das müssen wir ausnutzen", informierte der Bürgermeister.


Vereinshaus entsteht


Heuer soll der Umbau des einstigen Feuerwehrgerätehauses zum Vereinshaus erfolgen. 250 000 Euro sind veranschlagt, wobei man auf Zuschüsse in Höhe von 175 000 Euro hoffen kann. In den nächsten Jahren plant die Gemeinde den Abriss des Krömserhofes, dafür den Neubau eines Gemeindezentrums mit Garagen. Hier soll das kürzlich angeschaffte Feuerwehrauto untergestellt werden. Den Neubau der Lindenstraße, die Sanierung der Turnhalle und die Fertigstellung der Sportplatzstraße und des Aspenweges hat die Gemeinde im Visier. Dietrich Bechstein



Die Jugend von Belrieth kann bald ihr neues Domizil beziehen Die Sanierung der gemeindeeigenen Werrabrücke war ein größeres Projekt, auf welches Belrieth stolz sein kann