Pressebericht vom 21.Januar 2004 - Meininger Tageblatt

Fünf Jahre werden den Ort deutlich verändern

Wunschliste für Dorferneuerung in Belrieth ist umfangreich

Belrieth (dws). Ohne Förderung läuft heutzutage gar nichts mehr. Dafür sind die öffentlichen Kassen zu spärlich gefüllt. Deshalb kann sich jede Kommune freuen, die in den Genuss des Förderprogramms der Dorferneuerung kommt.

Fünf Jahre lang kann die Gemeinde Belrieth nun diese Vorzüge in Anspruch nehmen. Das ist die gute Nachricht. Doch jede Medaille hat zwei Seiten. Eine Förderung setzt auch voraus, dass ein gewisser Prozentsatz an Eigenmitteln aufgebracht werden muss. Das ist bei den kommunalen Bauvorhaben genauso wie bei den privaten Projekten.
Bereits im Vorfeld einer Zusage in Sachen Dorferneuerung haben die Gemeinderäte von Belrieth eine "Wunschliste" erarbeitet, auf der sie alles zusammengetragen haben, was im Ort einer Sanierung bedarf und was in naher Zukunft in Ordnung gebracht werden soll. "Wenn wir gut wirtschaften und unsere gemeindlichen Mittel sinnvoll nutzen und nicht für andere Dinge verplempern", so Bürgermeister Hans-Ulrich Laier, "dann müsste es in

jedem Jahr für zwei Maßnahmen reichen - eine im Straßenbau und eine im Hochbau, sprich eine Gebäudesanierung im Ort."
Hinsichtlich des Straßenbaus gab es dazu keine langen Debatten. Auch wenn mehrere Straßen einer Sanierung bedürfen, gibt es in der Prioritätenliste eine unumstrittene Nummer eins - die Hofteicherstraße. Der Vergabebeschluss für den Ingenieurvertrag ist vom Gemeinderat bereits gefasst und der Bauantrag gestellt und bestätigt worden.


Auf jeden Fall 2004


Auch für die, Lindenstraße hat der Gemeinderat diese Formalitäten bereits erledigt. "Sollte das Geld für beide, reichen, ziehen wir das in diesem Jahr mit den zwei Straßen durch. Bei der Lindenstraße handelt es sich ja vergleichsweise um eine kleinere Summe. Wenn nicht, die Hofteicherstraße muss auf jeden Fall in diesem Jahr gemacht werden. Dann kommt die Lindenstraße eben im nächsten Jahr dran", so der Ortschef. Der Feuerwehr soll

auch sobald als möglich geholfen werden mit der Sanierung und dem Umbau des "Spritzenhauses" - sprich Feuerwehrgerätehauses. Weitere Straßen, wenn auch mit einem etwas hinteren Platz auf der Prioritätenliste, sind die Sportplatzstraße und der Kirchberg. Als Baumaßnahmen bei den kommunalen Gebäuden sind die Turnhalle und das Gemeindewohnhaus die nächsten Projekte im Hochbau.
Weitere Vorhaben sind im Gespräch, denn der Ort hat einigen Nachholbedarf. Die Liste ist lang - vor allem auch an ortstypischen historischen Gebäuden. Doch derzeit ist nur ein Weg in kleinen Schritten möglich. So ist die Freude über jeden kleinen Teilerfolg groß. Wie bei den historischen Kirchgaden, bei denen es einen kleinen, Schritt weitergegangen ist. Die 5000 Euro, die im vorigen Jahr als Förderung gekommen sind, sind verbaut worden. Die Zimmererarbeiten an den oberen drei Gaden sind abgeschlossen und das Dach eingedeckt. In Eigenleistung soll es nun ein Stück weitergehen, ehe der nächste große Schritt geplant wird.

Es ist unübersehbar, an den Kirchgaden hat sich schon einiges getan. 5000 Euro sind im vergangenen Jahr verbaut worden.