Pressebericht vom 16.April 2003
Schnelllöschgerät in Aussicht gestellt
Mit IFEX 3000 dann alle Probleme gelöst?

Belrieth (kb). Die Freiwillige Feuerwehr Belrieth soll dieses Jahr eine Schnellangriffseinheit
erhalten, mit der sie im Bedarfsfall die ersten Maßnahmen zur Brandbekämpfung übernehmen
kann. Das IFEX 3000 steht schon seit geraumer Zeit auf der Wunschliste der Kameraden. Ob es
jedoch das eigentliche Problem der Belriether Wehr - die Einsatzfähigkeit - löst, bleibt fraglich.

Ortsbrandmeister Bernd Köhler nutzte die Ratssitzung vergangene Woche, um erneut auf die problematische
Situation in der örtlichen Wehr aufmerksam zu machen. Insbesondere die Mängel in der technischen Ausrüstung bereiten den Kameraden seit längerem Kopfzerbrechen. Das sei auch der Grund dafür, dass Jugendliche kaum
noch Interesse für die Feuerwehr haben, und auch die älteren Kameraden langsam die Lust verlieren, mutmaßte
der Ortsbrandmeister.

Vor einem Jahr diskutiert

Bereits vor einem Jahr habe der Gemeinderat die Zusage gemacht, die Schnelllöscheinheit IFEX 3000
anzuschaffen. Doch bislang habe sich nichts getan, beschwerde er sich. Bedingt dadurch, dass Belrieth über kein
Löschfahrzeug verfügt, wäre dieses Gerät aber eine akzeptable Alternative, um im Einsatzfall den Erstangriff
absichern zu können. Für die Bedienung des Gerätes seien nur zwei Kameraden mit entsprechender Ausbildung
erforderlich, erläuterte Bernd Köhler. Damit könnte dann auch die Tageseinsatzbereitschaft abgesichert werden.
Zudem erübrige sich dann vermutlich ein Löschfahrzeug. Überlegungen, stattdessen ein Fahrzeug anzuschaffen,
das sowohl für den kommunalen Bedarf als auch für die Feuerwehr genutzt werden kann, gibt es bereits seit
geraumer Zeit, wie Bürgermeister Hans-Ulrich Laier anmerkte. Es seien diesbezüglich auch erste Kontakte mit
dem Technischen Hilfswerk geknüpft worden, um einen gebrauchten Transporter zu erwerben. Damit ließe sich
dann auch das IFEX 3000 bei Bedarf zum Einsatzort bringen, wurde argumentiert.

Vorwurf zurückgewiesen

Der Bürgermeister widerlegte damit den Vorwurf, die Gemeinde reagiere nicht auf die Hinweise aus der
Feuerwehr. Was das vieldiskutierte Gerät anbelangt, habe man sich letztes Jahr darauf geeinigt, die Anschaffung
2003 noch einmal zu überdenken, erinnerte er. Nicht jeder könne nämlich nachvollziehen, dass die Anschaffung
eines solchen Gerätes tatsächlich vonnöten ist. Vor allem, wenn man sich die Einsatzstatistik der Belriether Wehr
vor Augen führte, wandte Hans-Ulrich Laier ein. Außerdem seien die Aktivitäten in der Feuerwehr immer
geringer geworden. Was natürlich auch daran liege, dass die meisten Kameraden auswärts arbeiten, räumte der
Bürgermeister ein. Dennoch sei sich die Gemeinde natürlich ihrer Verantwortung bezüglich der Feuerwehr
bewusst. Das belege auch die Anschaffung der beiden Handscheinwerfer, stellte er klar.

Gelder gebündelt einsetzen

Man müsse sich indes aber auch vor Augen führen, dass das Geld nur ein Mal ausgegeben werden kann. Das
Gießkannenprinzip bringe nichts. Deshalb sollte man die Mittel lieber bündeln und mit Hilfe der Dorferneuerung
gezielt einsetzen. Beispielsweise auch für die Sanierung des Gerätehauses und die Schaffung eines Stellplatzes
für ein Löschfahrzeug. Trotzdem werde man Angebote für besagtes IFEX 3000 einholen, versprach der
Belriether Bürgermeister.