Pressebericht vom 12.April 2003
Verbissschäden im Wald sind Besorgnis erregend
Kündigung des Jagdpachtvertrages erwogen

Belrieth (kb). Nach Auffassung des Gemeinderates vernachlässigt der Jagdpächter seine Pflichten -
zumindest was einen Teil der Gemeinschaftsjagd betrifft. Der Rat denkt nun darüber nach,
möglicherweise den Pachtvertag zu kündigen und drei Eigenjagdbezirke neu zu vergeben.

Er habe sich gemeinsam mit Revierleiter Hartmut Gundelwein dieser Tage die Verbissschäden am Kohlberg
angeschaut und sei über das Ausmaß entsetzt gewesen, berichtete Bürgermeister Hans-Ulrich Laier am
Mittwochabend den Gemeinderäten. Die jungen Anpflanzungen seien in einer Größenordnung betroffen, die so
nicht zu vertreten ist, schätzte er ein.Es sei Sache des Jagdpächters,hier Abhilfe zu schaffen, wurde
angemerkt. Doch offenbar passiere in besagten Bereich seit geraumer Zeit überhaupt nichts mehr. "Wir sollten
uns überlegen, ob die Gemeinde künftig nicht drei Eigenjagdbezirke anstatt der jetzigen Gemeinschaftsjagd
ausweist", regte der Bürgermeister an. Dann könnten diese an drei verschiedene Bewerber vergeben werden.
Entsprechende Gesuche von Interessenten liegen der Gemeinde vor, wie Hans-Ulrich Laier bestätigte. Allerdings
laufe der Pachtvertrag noch bis 2008. Trotzdem müsse man schnellstens etwas unternehmen, hieß es aus den
Reihen der Ratsmitglieder. Deshalb soll in Kürze das Gespräch mit dem jetzigen Jagdpächter gesucht werden,
um die Situation zu klären.