Pressebericht vom 22.November 2002
Für Dorferneuerung jetzt konkrete Planung
Gemeinderat entscheidet sich heute für ein Ingenieurbüro

Belrieth (kb). Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Dorfentwicklungsplanung in Belrieth.
Heute Abend wird der Gemeinderat entscheiden, welches Ingenieurbüro mit dem Projekt
beauftragt wird. Auch ein Dorfentwicklungsbeirat muss in Kürze seine Arbeit aufnehmen.

Auf die Notwendigkeit, in Vorbereitung der Dorferneuerung jetzt endlich Nägel mit Köpfen zu machen, verwies
Bürgermeister Hans-Ulrich Laier in der jüngsten Gemeinderatssitzung. In diesem Zusammenhang informierte
er über eine Beratung im Flurneuordnungsamt, zu der die drei Bürgermeister der Werratalgemeinden
Vachdorf, Leutersdorf und Belrieth eingeladen waren.

Modellprojekt als Basis

Bekanntlich läuft derzeit die Planung für den Kulturlandschaftspark Oberes
Werratal - ein Modellprojekt, das durch die Thüringer Staatskanzlei und das
Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt gefördert
wird. Diese Entwicklungsplanung ist letztendlich auch der Auslöser dafür
gewesen, dass die Orte Vachdorf, Leutersdorf und Belrieth als
Förderschwerpunkt im Dorferneuerungsprogramm anerkannt wurden.


Chance für den Kirchberg

Die Ergebnisse der Ortsbegehung mit Vertretern des Flurneuordnungsamtes
seien nunmehr zusammengefasst worden, berichtete der Bürgermeister.
Zwarerübrige sich für die drei Gemeinden ohnehin die sonst notwendige
Gesamtentwicklungsplanung, doch die Dorfentwicklungskonzeption sei
natürlich vonnöten.
„Was das Ortskernprojekt anbelangt, so wurde dieses auf eine Fläche von zehn Hektar begrenzt.
Die Teilbereichsplanung wird beispielsweise dann auch den Sportplatz mit einbeziehen", informierte Hans-
Ulrich Laier die Ratsmitglieder. Da im Rahmen des geplanten Kulturlandschaftsparkes Oberes Werratal Belrieth
quasi der sportliche Freizeitbereich zu gedacht ist, mache dies auch Sinn, hieß es. So sollen rings um den
Landgasthof auch ein Tennisplatz, ein Reiterhof und andere Anlagen zur sportlichen Betätigung entstehen. Ein
weiterer Bereich, der überplant wird, ist der Kirchberg mit der Wehrkirchenanlage. Hier kommen dann
verschiedene Einzelmaßnahmen zum Tragen. Beispielsweise macht sich die Sanierung der Wehrmauer
erforderlich. Aber auch die Kirche selbst und die Ge-meindegaden sollen in die Konzeption eingebunden
werden.


Gut bleibt Sorgenkind

Sorgenkind ist und bleibt jedoch der ehemalige Gutshof. Auch in diesem Fall werden Vorstellungen im Rahmen
einer Einzelmaßnahme zusammengetragen. „Damit kann künftig verhindert werden, dass wir uns plötzlich vor
vollendete Tatsache gestellt sehen, wie das beim Abriss der Scheune der Fall war", erinnerte der
Bürgermeister. Ohnehin würde die Gemeinde das historische Anwesen lieber heute als morgen zurückkaufen,
allerdings zu vertretbaren Konditionen, wie Hans-Ulrich Laier betonte.