Pressebericht vom 20.November 2002
Müllentsorgungs-Pfand bei Hallennutzung fällig

Vereine müssen künftig Obolus hinterlegen


Belrieth (kb). Um das Abfallproblem bei Veranstaltungen in der Turnhalle ein für alle
Mal zu klären, muss künftig ein Müllentsorgungs-Pfand hinterlegt werden.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung konnte Bürgermeister Hans-Ulrich Laier berichten, dass die
sich an die Turnhalle anschließenden Räumlichkeiten der „3 Rosen“ nun auch renoviert sind. Lob
gab es in dem Zusammenhang für den Feuerwehrverein, der sich hier sehr engagiert hatte. Auch
die Vorhalle der Turnhalle hat einen frischen Farbanstrich erhalten -die Halle selbst war ja bereits
renoviert worden. Da Belrieth jetzt von den Möglichkeiten der Dorferneuerung profitieren kann,
sollte man demnächst auch eine grundhafte Sanierung dieses Gebäudes ins Auge fassen, schlug
der Bürgermeister vor. Ein Problem allerdings beschäftigt den Gemeinderat schon seit geraumer
Zeit: Die Müllentsorgung nach Veranstaltungen. Oftmals muss das nämlich die Gemeinde in die
Hand nehmen. „Ob Kirmes, Karneval oder Vereinszusammenkünfte: Müll und Abfall kommen in die
Säcke, und die bleiben dann oft stehen, bis sich die Gemeinde der Sache annimmt", schilderte
Hans-Ulrich Laier die Situation. Um das nun endlich aus der Welt zu schaffen, kam der Vorschlag,
dass jeder, der die Räumlichkeiten für Veranstaltungen nutzt, 50 Euro Pfand zu hinterlegen hat.
Wird der Müll innerhalb von drei Tagen ordnungsgemäß entsorgt, erhält der Veranstalter das Geld
wieder zurück. Ist das nicht der Fall, wird es einbehalten, und die Gemeinde kümmert sich um den
Abtransport der Müllsäcke. „Wenn den Vereinen die Halle mit den ,3 Rosen' schon unentgeltlich
überlassen wird, dann sollen sie auch ihren Müll wegräumen“, äußerten sich die Ratsmitglieder zu
diesem Vorschlag übereinstimmend.