Pressebericht vom 5.Januar 1999

"Haushaltsjahr 1998"

Das Jahr 1999 ist erst einige Tage alt. Die Planungen dafür
schon im Visier, sprach Freies Wort mit Bürgermeister
Hans-Ulrich Laier über das im vergangenen Jahr in der
Werratalgemeinde Erreichte.

„Wir hatten im vergangenen Jahr unsere Hausaufgaben
rechtzeitig erledigt. Schon im Januar war der Haushaltsplan
unter Dach und Fach“, erinnerte Bürgermeister Hans-Ulrich
Laier.Und so waren dann auch die Vorhaben schon fast bis zur
Mitte des Jahres in die Tat umgesetzt. Unter anderem wurde
der Waldweg „An der Brandleite“ gebaut. Gefördert worden
war diese Maßnahme mit 56 000 Mark, 22 000 Mark kamen
von der Jagdgenossenschaft und den Rest zu den insgesamt

dFoto: Roland Büttner
100 000 Mark steuerte die Gemeinde bei. Elf Straßen hat die Gemeinde. Und nachdem im vergangenen
Jahr in der Bölesgasse, an der Hofkäserei und in der Gartenstraße neue Beleuchtung installiert
wurde, sind nun alle Straßen und Wege des Ortes bei Dunkelheit hell erleuchtet, freut sich der
Gemeindechef. Man habe dabei sicher nicht übertrieben und zu viele Lampen gesetzt, aber alle
Beleuchtungen seien normgerecht eingesetzt, erläuterte Hans-Ulrich Laier weiter. Der Bürgermeister
setzte auch im vergangenen Jahr wieder auf die Devise, nur „kleine Brötchen zu backen“. In einer so
kleinen Gemeinde wie Belrieth sei es nur möglich, alle Vorhaben stückchenweise und nacheinander zu
verwirklichen. Auf diese Art und Weise brauche man beim Straßenbau auch die Leute nicht mit zur
Kasse zu bitten, erklärt Laier. „Unser erklärtes Ziel ist, die Leute nicht an den Kosten zu
beteiligen, sofern dies möglich ist“, hebt der Bürgermeister der kleinen Werratalgemeinde hervor.
Ausgebaut wurde im vergangenen Jahr beispielsweise die Gartenstraße, die vorher eher einem Feldweg
denn einer Dorfstraße ähnelte. Geplant worden waren dafür 50 000 Mark, schließlich hatte der Ausbau
70 000 Mark gekostet. Die vier Meter breite Straße erhielt auf beiden Seiten einen Bürgersteig,
wovon einer jedoch etwas schmaler ausfallen mußte. Die Bürgersteige wurden gepflastert. Die erst
später geplante Teerdecke für die Straße wurde gleich mit aufgebracht und die Gartenstraße auch noch
an die bestehenden Straßen angebunden.


Um zwei Räume erweitert wurde im vergangenen Jahr der Landgasthof, der eine neue und damit den
Anforderungen entsprechende Küche erhielt. Auch ein notwendiger Lagerraum ist im Zuge des Umbaus
entstanden. Dafür, so erläuterte Laier, mußte für den Sport eine neue Umkleidekabine geschaffen
werden. Viel sei hierbei in Eigenleistung von Belriether Bürgern geleistet worden, so daß schon zum
Sportfest im Juli alles fertiggestellt war, hebt der Bürgermeister besonders hervor. Und so war schon im
ersten Halbjahr 1998 fast der gesamte Haushaltsplan des Jahres erfüllt und dabei runde 170 000 Mark
verbaut worden. Im Spätsommer war außerdem mit der Sanierung des Kindergartens begonnen worden
(wir berichteten). Sehr viel in Eigenleistung ist auch am ehemaligen Gutshäuschen geschaffen worden.
Dabei hob Bürgermeister Hans-Ulrich Laier ganz besonders das Engagement von Helmut Schubert und
Alfred Hanf hervor. Jeder von ihnen hätte mehr als 200 Stunden unentgeltlich geleistet, betonte der
Bürgermeister. Hilfe gab es auch vom BTZ Rohr. Lehrlinge aus Rohr hatten nämlich das Fachwerk
saniert. Ausgemauert werden mußte dann noch das Gebälk des Fachwerks. Das Dach mußte gedeckt
werden, Dachkästen und Fenster erneuert und Elektroleitungen verlegt werden, um nur einiges hier
aufzuzählen. In diesem Jahr, sobald es das Wetter erlaubt, sollen dann die Außenanlagen gestaltet
werden. Der Gartenverein wird das Anwesen künftig als Vereinsheim nutzen. Und wer es vor seiner
Sanierung gekannt hat, der wird wissen, was hier geleistet wurde. Denn das alte Häuschen ist
inzwischen wirklich ein richtiges Schmuckstück geworden. „Nun hat im Ort jeder Verein der Gemeinde
sein eigenes Domizil“, hebt der Bürgermeister freudig hervor. Denn auch die ehemalige Viehwaage
neben dem Spritzenhaus sei vor allem in Eigenleistung von Uli Ganß und einigen Jugendlichen sowie
Bruno Heß und Feuerwehrkameraden hergerichtet worden.