Pressebericht vom 21.April 1998
Vorerst kein Straßenbau möglich Veto gegen abschlägigen Bescheid zum Bau der Hofteicherstraße

Für den Ausbau der Hofteicherstraße soll es keine Fördermittel vom Straßenbauamt geben, die
Gemeinde will sich damit aber nicht zufrieden geben.
Eigentlich sollte die Bölesgasse/Hofteichstraße grundhaft ausgebaut werden. Doch aus diesem Plan scheint
vorerst nichts zu werden. Doch Bürgermeister Hans-Ulrich Laier ist nicht zufrieden mit dem abschlägigen Urteil
des Straßenbauamtes Meiningen. Über diese Straße rollen tonnenschwere Holztransporte und landwirtschaftliche
Maschinen, gibt er zu bedenken. Es sei die einzige Straße, die aus dem Wald bzw. vom landwirtschaftlichen
Stützpunkt in den Ort führe und demzufolge für diesen Verkehr genutzt werden könne, erläuterte der Ortschef.
„Man muß trotz des chronischen Geldmangels auch an die Zukunft denken“, sagte Laier. Falls die Straße eines
Tages wegen „Altersschwäche“ kapputgehe, gebe es weder für die landwirtschaftlichen Maschinen, noch für
forstwirtschaftliche Fahrzeuge die Möglichkeit, in irgendeiner Weise vom Wald in den Ort zu gelangen, gibt der
Bürgermeister zu bedenken. Ganz widerspruchslos wolle man das Urteil des Straßenbauamtes nicht hinnehmen.
„Wir werden unser Veto einlegen“, erklärte Hans-Ulrich Laier. Schließlich sei die Ausbaustrecke minimal – knapp
einen Kilometer lang. Doch ohne die Unterstützung des Straßenbauamtes könne die Gemeinde eine solche
Maßnahme nicht angehen, unterstrich er. Wie Freies Wort auf Nachfrage beim Thüringer Straßenbaumat erfuhr,
sei die Straße weder nach den Richtlinien des Gemeinde-Verkehrs-Finanzierunsggesetzes (Bund) noch nach
denen der Projektförderung des Landes förderfähig. Das Amt habe alle Möglichkeiten geprüft, könne aber nicht
über gesetzlichen Gegebenheiten hinweg, hieß es. Entscheidungsträger sei nicht die Meininger Behörde, sondern
das Landesamt in Erfurt. Belrieth müsse versuchen, andere Fördermöglichkeiten auszuschöpfen, wurde geraten.