Pressebericht vom 21.April 1998
Belriether Gutshäuschen – bald Heimatmuseum?

Das Gartenhäuschen soll vom Gartenverein bald wieder mit leben erfüllt werden.
Örtlicher Gartenverein soll künftig für inhaltliche Gestaltung verantwortlich zeichnen

Im Haushaltsplan der Gemeinde Belrieth sind in diesem Jahr 5 000 Mark für die Sanierung des Gartenhäuschens
des einstigen Gutes vorgesehen.
Wie Bürgermeister Hans-Ulrich Laier in der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte, seien schon einige
Vorarbeiten am Gutshäuschen gelaufen. Gegenwärtig werde die Vorfläche in Ordnung gebracht. „Jetzt stehen
das Auswechseln der Balken und die Erneuerung des Daches an“, erklärte Laier. Anfang Mai würden Azubis aus
dem Berufs- udn technologiezentrum Rohr mit diesen Arbeiten beginnen. In der Ziegelfrage meinten die
Gemeinderäte: Es wäre schön, wenn alte Ziegel auf das Dach kämen. Es wurde erörtet, inwieweit man die Alt-
Bestände vom Meininger Schloß dazu nutzen könnte. Der Bürgermeister warf die Frage der Trägerschaft auf:
„Wenn die Sanierung des Häuschens beendet ist, muß jemand das Objekt bewirtschaften.“ Auch müsse man sich
Gedanken machen, ob in diesem Gutshäuschen ein Heimatmuseum eingerichtet werden könnte. Es müßte ein
Verein gewonnen werden, der dieses Gebäude als sein Domizil betrachtet, aber es auch der Öffentlichkeit
zugänglich macht, regte Laier als eine Möglichkeit einer künftigen sinnvollen Nutzung an. Die Frage, wie das
sanierte Gebäude mit Leben erfüllt werden soll, vertagte man nicht auf die nächste Ratssitzung. Man kam
überein, daß der Gartenverein des Ortes sich des Gutshäuschens künftig annehmen könne. Gemeinderat Helmut
Schubert, gleichzeitig Vorsitzender des Gartenvereins, erklärte sich mit diesem Vorschlag einverstanden. „Der
Verein sei in der Lage, Restausbauarbeiten und die inhaltliche Gestaltung in Eigenregie auszuführen“, schätzte
Schubert ein. Wie man im Falle von Sommerfesten, die denkbar sind, verfahren will – darüber konnte noch
keine grundsätzliche Einigung erzielt werden.