Pressebericht vom 6.März 1998
Kindergarten schließt für ein Jahr
Belrieth (ks). Daß der Belriether Kindergarten Mitte des Jahres wegen dringend notwendiger Bauarbeiten
geschlossen werden muß, steht fest. Im nächsten Jahr soll er wieder eröffnet werden. Dennoch bleiben viele
Fragen für die Eltern. Um diese an den Gemeinderat zu richten, waren zwei junge Muttis, Sandra Börner und
Bettina Breitung, stellvertretend für alle anderen Eltern, am Mittwoch abend zur Tagung der Gemeinderäte
erschienen. Bürgermeister Hans-Ulrich Laier sagte, daß der Kindergartenbetrieb bis zum 31. Juli
aufrechterhalten werde. Trotzdem eine Kindergärtnerin ab Mai altersbedingt ausscheidet und Kündigungen
zum Quartalsende, also Ende Juni, ausgesprochen wurden, wolle die Gemeinde versuchen, bis zur Schließung
der Einrichtung, den Kindergartenbetrieb personell abzusichern. Der Vachdorfer Gemeinderat habe
beschlossen, daß die Belriether Kinder zu jeder Zeit ihren Kindergarten nutzen könnten. "Sollte etwas
schiefgehen, so daß der Betrieb nicht wie vorgesehen bis Ende Juli abgesichert werden kann, können wir auf
Vachdorf ausweichen", erläuterte der Bürgermeister.
Ab August müssen die Belriether Kinder für ein Jahr
die Vachdorfer Kindereinrichtung besuchen. Dabei
sehen die Eltern die größten Probleme im Transport
ihrer Sprößlinge ins Nachbardorf. Sandra Börner und
Bettina Breitung führten die nicht mehr variabel zu
gestaltenden Arbeitszeiten an. Hans-Ulrich Laier wies
darauf hin, daß sich in anderen Gemeinden karitative
Vereine diesem Transportproblem angenommen
haben. "Ich werde mich schlau machen, ob auch für
Belrieth eine solche Möglichkeit besteht", versprach er.
Die Schließung der Belriether Kindereinrichtung
machte sich dringen erforderlich, um auch weiterhin
den Anforderungen zu entsprechen. "Es müssen
bestimmte Auflagen erfüllt sein, deshalb wird saniert
und modernisiert", sagte Laier. Die Schließung des
Kindergartens sei für den Zeitraum von einem Jahr
beschlossen, sagte er. Sandra Börner unterstrich, daß den Eltern viel an der Wiedereröffnung der
gebracht werden, auch hier sollte ein Konsens mit der Kirchgemeinde gefunden werden, meinte der
Bürgermeister.Auch im Kindergarten steht eine Komplettsanierung an. Unbedingt erneuert werden müssen
hier Heizung , Fenster, Elektroanlage und die sanitären Einrichtungen, erläuterte Laier weiter. Ein weiteres
Vorhaben, das die Gemeinde in diesem Jahr unbedingt umsetzen will, ist die Instandsetzung der Gartenstraße.
Drei Häuser seien dort schon neu gebaut, sieben weitere passen dort noch hin. Hier werde es jedoch keinen
grundhaften Ausbau geben. Für die 80 Meter lange Strecke würde die Gemeinde die Borde selbst besorgen,
die Straße erhalte eine ordentliche Tragschicht, die Bürgersteige würden zunächst grob befestigt.